Naturheilverfahren

Das Ginkoblatt ist ein schönes Symbol für das weite Feld der Naturheilverfahren (NHV). Der Ginkobaum steht in seiner japanischen Heimat für die Langlebigkeit.

Die NHV werden eingeteilt in die sog. Klassischen NHV, die aus den Bereichen Phytotherapie, Manuelle Medizin, Physikalische Medizin, Ernährungstherapie und Ordnungstherapie mit zum Teil sehr etablierten Methoden bestehen. Hinzu kommt die Homöopathie als eigenständiges Verfahren.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind zunehmend neue Verfahren der sanften Medizin entwickelt oder entdeckt worden, so daß sich nunmehr das Spektrum deutlich erweitert hat. Im Gegensatz zur sog. Schulmedizin beruhen diese Verfahren zumeist auf regulatorischen Ansätzen, die die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen sollen. Dabei wird die krankmachende Ursache behandelt und nicht das Symptom, d.h. der Ausdruck der Krankheit in Form von Schmerzen oder anderen Beschwerden.
Ein einfaches Beispiel soll dies verdeutlichen: Bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Arthrose werden nicht nur Schmerzmittel gegeben (die zweifelsohne sehr wirksam sind), sondern es wird die Schmerzursache gesucht und versucht, diese dann zu behandeln. Dabei schöpfen wir aus dem reichhaltigen Reservoir der NHV, um die Therapie so schonend wie möglich zu gestalten. So können die zahlreichen Nebenwirkungen eingedämmt werden, wie Sie vor allem bei medikamentösen Therapien vorkommen.
Die NHV gehen aber noch weiter: sie stoßen einen Umlernprozeß des Patienten und seines Körpers an...der in der Erkenntnisse gipfelt: Krankheit ist der Ausdruck einer gewissen Unordnung von Körper und Geist und ich kann mir selbst helfen!

Vor dem Hintergrund einer schulmedizinischen Ausbildung ist jedoch gleichzeitig gesichert, daß auch andere, als nur naturheilkundliche Aspekte betrachtet werden.

Ein weiteres Beispiel soll dies verdeutlichen: ein Diabetiker wird in den meisten Fällen schulmedizinisch mit blutzuckersenkenden Medikamenten behandelt. Dies ist auf der einen Seite absolut notwendig, wenn man sich die fatalen Folgen eines erhöhten Blutzuckerspiegels betrachtet. Auf der anderen Seite weiß man jedoch, das Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, in den weitaus meisten Fällen lediglich die Folge von Überernährung ist; (der dann sogenannte „Alterszucker“). Eine ursächliche Therapie setzt also hier an: Ernährungstherapie, Verhaltenstherapie und Sporttherapie. Aus diesem Grund werden Naturheilverfahren heute auch als Biologische Medizin, Ganzheitliche Medizin oder als Regulationsmedizin bezeichnet.

Häufig wird bemängelt, daß die NHV nicht durch aussagekräftige, wissenschaftliche Studien abgesichert sind. Dies trifft jedoch in nahezu gleichem Ausmaß für die Verfahren der Schulmedizin zu, wie Experten der sog. evidence based medicine uns in den letzten Jahren vor Augen führten – mit dem zusätzlichen Risiko tödlicher Nebenwirkungen. Hinter den meisten Methoden der NHV steht ein Erfahrungsschatz, der deutlich älter ist, als bei den meisten schulmedizinischen Verfahren, so daß ein Vergleich nicht gescheut werden muß – bei zum Teil minimalen oder fehlenden Nebenwirkungen.

Hier haben wir ein Lexikon der gängisten Naturheilverfahren für Sie zusammengestellt:

Lexikon Naturheilverfahren